1.
Persönliches Gedankenprotokoll der Sitzung vom 3. Dez. 010 von
Klasnic-Kommission (KK) mit der Plattform Betroffen.at durch Sepp
Rothwangl
Ich war von Herrn Purkarthofer über diesen Termin informiert und
eingeladen worden als offizieller Sprecher der Plattform mitzukommen.
Dazu muss ich sagen, dass ich persönlich es als entwürdigend
ablehne in meiner eigenen Sache an die KK heranzutreten. Als Vertreter
der Plattform habe ich damit aber kein Problem.
Wir erschienen pünktlich im Büro der Kommission, aber schon
vor Beginn schien die Besprechung nicht unter einem guten Stern zu
stehen, woran ich vielleicht nicht unbeteiligt war. Herr Hösele,
PR-Manager von Frau Klasnic und ÖVP-Bundesrat, zeigte sich sehr
aggressiv und ungehalten, dass Dr. Schostal, Anwalt der Plattform,
weitere Personen zur Besprechung mitbrachte, woraufhin ich eigentlich
schon wieder gehen wollte. Dann kam Frau Klasnic und
begrüßte jeden einzelnen demonstrativ freundlich mit
„Grüss Gott“. Als ich an der Reihe war, antwortete ich
mit „Ich bin kein Gott“, was Menschen meist humorvoll mit
einem Lächeln beantworten. Frau Klasnic schien jedoch
persönlich getroffen.
Schließlich wurden ein paar Sessel zusätzlich um den Tisch postiert und die Sitzung fand statt.
Die Teilnehmer auf Seite der KK waren (in der Reihenfolge, wie sie Platz nahmen):
Dr. Kurt Scholz
Prof. Herwig Hösele,
LH a.D. Waltraud Klasnic
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Haller
Dr. Hubert Feichtlbauer
Hon.-Prof. Dr. Udo Jesionek
Mag. Caroline List
Mag. Ulla Konrad Brigitte Dörr
Die Teilnehmer auf Seite der Plattform waren:
Eine Dame von Betroffen
Die Sekrätärin von Dr. Schostal
Dr. Werner Schostal
Mag. Jakob Purkarthofer
Sepp Rothwangl
Eine weitere Dame von Betroffen
Die Sitzung begann mit einführenden Worten von Klasnic und dass
dieser Termin eine Fortführung des Gesprächs vom 7. Juli sei.
Dr. Schostal ging dann näher auf rechtliche Fragen ein und
forderte von der Kommission Transparenz ein, wie und nach welchen
Kriterien es zur Aufteilung der Entschädigungsummen in den vier
Kategorien komme. Diese Frage wurde im Wesentlichen von Mag. List
dahingehend beantwortet, dass man sich an vergleichbaren
Entschädigungssummer der ordentlichen Gerichte orientiere, die
Verfahren aber hier einfacher, schneller und unbürokratischer
abliefen. Auf der Basis eines 10-stündigen Clearings, das jedeR
Betroffene mit einen Traumatherapeuten durchführen muss, der
daraufhin einen formalisierten Bericht an die Kommission liefert,
entscheidet dann die Kommission über die Entschädigung, die
nie den Schaden wiedergutmachen kann, sondern nur eine Geste ist.
Mehrere Kommissionsmitglieder forderten die Plattform auf Betroffene,
die mit der Plattform Kontakt aufnahmen, doch an die KK weiterzuleiten,
was von Purkarthofer dahingehend beantwortet wurde, dass viele
Betroffene eben das nicht wollen.
Purkarthofer verteilte eine Liste von Forderungen, welche für die
Plattform entscheidend wären, um mit der KK zusammenzuarbeiten,
wobei die Unterlassung der Bezeichnung „unabhängig“
und die Mithilfe bei der Aufklärung von Vertuschungsfällen
durch Kardinal Schönborn die Hauptpunkte waren.
Das Klima wurde daraufhin zusehends heißer und schließlich
meldete ich mich zu Wort, um meine Sichtweise zu erläutern.
„Als Staatsbürger Österreichs ist es für mich
entwürdigend, mich an eine Kommission zu wenden, die von genau
jener Organisation eingesetzt wurde, durch die ich geschädigt
wurde und wo kein einziger Vertreter Betroffener ist. Ich finde es
ungeheuerlich, dass österreichische Parlamentarier (mit Ausnahme
der Grünen und einigen Sozialisten) sich weigern sich politisch
für eine Aufarbeitung der kirchlichen Fälle einzusetzen
sondern sagen, dafür sei die KK zuständig (Stadler,
Neugebauer u.v.a.)
Ich strebe an, dass mein Fall von einem ordentlichen unabhängigen
Gericht beurteilt wird. (Ein Vergleich zu einem KK Entscheid wäre
für mich ein Mafia-Opfer, das sich einem Mafia-Urteil unterziehen
würde.) Ich habe mich deshalb an die Finanzprokuratur gewendet, da
der Staat als wichtiger Geldgeber der Kirche seine Aufsichtspflicht
verletzt hat und ich deshalb auch den Staat in seine Verantwortung
ziehe. Nach dem ich in die Öffentlichkeit ging, haben so viele
Menschen mit mir Kontakt aufgenommen, die auf das Schwerste
geschädigt wurden und wo diese Schädigung von kirchlicher
Seite benutzt wurde, sie weiter zu schädigen, in Abhängigkeit
zu halten und geradezu auszubeuten. Das Leid und die Situation scheinen
Vielen derart aussichtslos, dass der Suizid als einziger Ausweg bleibt.
Ich selbst fühle mich wie einer, der aus dem Kuckucksnest geflogen
ist, weil ich mir seinerzeit und bis heute eine Therapie geleistet
habe, und zum Glück die Eigenmittel dazu hatte.
Im Weiteren finde ich es seltsam, dass in Kathweb Herr Plank[1]
schreibt, dass sich der 60-Jährige, der den Staat klagen will,
doch an die KK wenden solle, wo doch mein Fall seit fast einem Jahr der
Grazer Ombudstelle bekannt ist, und die KK jederzeit von der
Finanzprokuratur oder auch von mir meine Sachverhaltsdarstellung mit
Angabe meiner Schädigung von ca. € 680.000.- und meine
eidesstattliche Erklärung anfordern kann. Überdies habe ich
auf die Frage der Grazer Ombudstelle, was man für mich tun
könne, ich schon geantwortet, nämlich, dass man mir ein
Angebot machen solle. Mein Fall liegt offen auf dem Tisch, ich brauche
keine von der KK angebotene Anonymität mehr und denke ein
Clearing, das ich von Scientology her kenne, möchte ich nicht
machen.“
Feichtelbauer stellte mir daraufhin die mir respektlos und fast
gehässig erscheinende Frage: „Was machen Sie dann mit dem
Geld, das wir ihnen dann nachschmeissen?“ (sic!)
Meine Antwort war: „Ich weiss nicht, ob ich es dann aufhebe, wenn
sie mir das Geld nachschmeissen, oder ob es jemand anders aufhebt, was
sie da nachschmeissen, aber ich glaube ohnehin nicht, dass sie mir
etwas nachschmeissen werden.“ (in Gedanken überkam es mich,
dass Feichtelbauer mit diesem Wort „schmeissen“ eigentlich
ein Wort ohne den Buchstaben „m“ ausdrucken wollte und bin
froh, dieser seiner Kirche nicht anzugehören)
Scholz wendete sich mit Bedenken an mich vorsichtig zu sein, denn ich
könnte wie Kohlhaas enden, den er literarisch zwar sehr bewundere.
Mein Eindruck war, dass er mir dadurch drohend den Boden unter den
Füßen wegziehen will und mich in Abhängigkeit der KK
bringen möchte. Ich entgegnete daraufhin: „Ein Kohlhaas
möchte ich nicht werden, ich sehe aber in der Annahme des
Angebotes eine Präjudizierung für ein späteres
ordentliches Gericht. Aber meine Aktivität hat auch
sozialpolitische Ziele, nämlich den pädokriminellen
Täter-Opfer-Kreislauf, der in der Katholischen Kirche durch ihren
Anspruch wahrhaftig zu sein einen besonders gefährlichen Boden
findet. Die Aufarbeitung dieses Problems sehe ich bei der KK nicht,
denn es gibt keinerlei, auch nicht anonymisierte Fallbeispiele,
keinerlei Statistiken, nichts über die Mechanismen und Wege, wie
es zu den Misshandlungen, Nötigungen und Vertuschungen kam.“
Besonders Mag. List kündigte in Antwort darauf wissenschaftliche
Aufarbeitung und Publikationen an, die aber noch dauern werden und man
der KK dafür noch Zeit geben müsse.
Mag. Konrad wendete noch ein, dass der Ausdruck Clearing ein in der
Psychologie allgemein üblicher Ausdruck sei, und sie nichts
dafür könne, wenn dieser auch von Scientology verwendet wird.
Es kam in der Folge zu Schreiangriffen gegen Purkarthofer, wonach ich die Sitzung dann fast zugleich mit Jesionek verließ.
Purkarthofer teilte mir später mit:
„Die Kommissionsmitglieder allen voran Scholz, Feichtelbauer und
der schon erwähnte Höselele wurden immer ungehaltener. Sie
wollten kein Gespräch, sie wollten den Betroffenen und deren
Vertretern den „Kopf waschen.“ Eigentlich hätten wir
spätestens an dieser Stelle das „Gespräch“
abbrechen sollen. Es wurde klar, dass die KK auf keinen einzigen Punkt
unserer Koopertionsbedingungen eingehen will, ja eben nicht eingehen
darf. Es wurde einmal mehr klar, dass es sich um eine Kommission der
Kirche handelt. Purkarthofer lobte zwar grundsätzlich das
Engagement der Gruppe, wies aber auch darauf hin, das die Einsetzung
dieser Kommission durch die Kirche und damit letztlich durch die
Täter selbst eine Verhöhnung der Betroffenen ist und
demokratiepolitisch unannehmbar sei. Er sprach von einer Paralleljustiz
durch die Kirche, die als solche Scharia-ähnlich sei. Das
erzürnte die Kommissionsmitglieder noch weiter. Purkarthofer
brachte den Vorschlag ein, eine übergeordnete und unabhängige
Kommission einzurichten. Auch das wurde postwendend abgelehnt.
Zusammenfassend konnte man den Eindruck gewinnen, dass die KK
völlig ausgebrannt ist, sich ihrer demokratiepolitischen
Bedenklichkeit und ihrer Abhängigkeit von Schönborn erst
jetzt voll bewusst wurde. Nur so lassen sich der extrem feindliche
Umgangston und die massive Aggression die von Ihnen ausging
erklären. Besonders negativ sind Hösele (er war am Rande der
Handgreiflichkeit), Scholz und Feichtlbauer aufgefallen. Einzig Frau
Mag. Konrad wollte ausgleichend wirken. Frau Klasnic selbst wirkt sehr
gereizt und ausgebrannt, was sie nicht davon abhielt die
„Ober-Vorsitzende“ zu spielen.“
Ein Resümee:
Gesellschaftspolitisch bewirkt die Einberufung der KK durch den
Kardinal bis jetzt, dass dieser durch das Gesetz des Handelns scheinbar
die Aufarbeitung dieser Verbrechen an sich genommen hat, eine Pflicht,
welche die Mehrheit der Politiker bisher verschlafen und zum Teil
bewusst versäumt haben. Das Angebot der Kirche an die Betroffenen
ihnen durch KK peinliche Aussagen vor öffentlichen Gerichten zu
ersparen und nicht an die Öffentlichkeit gezerrt zu werden, und
trotzdem eine Geste der Entschädigung zu erhalten, mag für
viele Betroffene der Opferseite verlockend sein, hat aber in Wahrheit
den Zweck, dass damit dem Ansehen der Täterseite so wenig wie
möglich geschadet wird. „Das Ansehen des Hauses war ihm
wichtiger als das Leiden eines Schülers,“ lautete
wortwörtlich das Einbekenntnis des jetzigen Generaloberen der
Marianisten über den seinerzeitigen Internatsdirektor, der meinen
Fall vertuscht und mich mit einem Schweigegebot mundtot gemacht hat.
Den Schein wahren - den Heiligenschein, der in Wahrheit nur
Scheinheiligkeit ist, ist auch das Ziel der Aktion des Kardinals mit
der KK. Um das Ansehen zu verteidigen wird jedes Mittel verwendet und
jedes Leid in Kauf genommen. Wie der Fall Groer zeigte, reicht diese
Denkweise bis in die allerhöchste Spitze der katholischen
Hierarchie. Der seinerzeitige Kardinal erhielt vom polnischen Papst
Redeverbot über die Anschuldigen durch Josef Hartmann u.a. In
einem profanen Umfeld nennt man so eine Praxis Omerta. Eine Praxis, die
nun sogar dem Canonisierungsprozess von Johannes Paul II. im Weg
steht.[2] Dass diese Praxis gestern noch lebte - in Altötting- dem
bayrischen Umfeld des jetzigen Papstes, zeigt das jüngst
erschienene Buch Pater B.[3]
Wann schaut man endlich auf die dunkle Kehrseite der Wunder in Kirche,
die durch das Eingreifen Gottes erklärt werden? Wann erkennt man
die Ursachen der bisher oft unerklärlichen mentalen Desaster wie
Schizophrenie, über die neue Studien zeigen, dass 50% der daran
Erkrankten in ihrer Kindheit pädosexuell misshandelt wurden[4].
Auch wenn es stimmen sollte, wie Prof. Haller bei einem vorigen Termin
verniedlichend sagte, man könne sexuell misshandelte Kinder jetzt
relativ gut therapieren, so bedarf es der Möglichkeit diesen
Kindern diese Therapie zukommen zu lassen. Dies wird aber nicht
möglich sein, wenn weiterhin ein tabuisierender Schutzmantel des
Schweigens sowohl über diese geschändeten Kinder als auch
über die Täter und deren Helfer oder Hehler gelegt wird.
Das Kirchenschiff ist zum Seelenverkäufer verkommen mit der
Klasnic-Kommission als Rettungsboot, um durch die Rettung
schiffbrüchiger Seelen Seereisenden das Gefühl zu geben,
Kreuzfahrten wären damit wieder sicher.
P.S.:
Jetzt nachträglich, betreffend der respektlosen Worte von Dr.
Feichtelbauer kommt mir in der Vorstellung ein Bild in den Sinn, wie
mich in baldiger Zukunft Dr. Feichtelbauer händefaltend bittet,
doch das Angebot der KK anzunehmen, damit die Kirche nicht noch
größeren Schaden nimmt, wenn alle Tatsachen auf den Tisch
kommen, von denen er keine Ahnung hat, dass ich sie weiß.
Auch Dr. Scholz würde ich gerne zum Thema Kohlhaas ins Stammbuch
schreiben, dass speziell einem deklarierten Gegner gegenüber die
Mahnung zur Vorsicht meist wohl eher wie eine Drohung gemeint ist, aber
bei mir wirkungslos ist, denn wer wie ich nach einem missglückten
Suizid wie vom Toten auferstanden ist, hat vor nichts mehr Angst. Eine
Fehleinschätzung meiner Lage kann er ruhig mir überlassen.
Aber, um bei der Literatur zu bleiben, würde ich Dr. Scholz auch
gerne fragen, ob er nicht die Parallele der KK zum Zerbrochenen Krug
erkennt, obwohl in der Liste der Vornamen des Kardinals Adam nicht
vorkommt?
[1] http://www.kathweb.at/content/site/nachrichten/database/35097.html
[2] TV Film: KEIN WUNDER FÜR DEN PAPST
http://www.wellenreiter.tv/produkte/reportagen/kein-wunder-fuer-den-papst-tag7-wdr.html
[3] Norbert Blaichinger: Pater B. Eine Dokumentation. Ranshofen 2010
[4] Volkmar
Aderhold: Aktuelle Hypothesen zu sozialen Ursachen von Psychosen und
Schizophrenie - Viele Wege in Psychosen
http://lubis.lbg.ac.at/de/termine/subjektive-seite-schizophrenie-schizophrenie-bewegung
2.
Aktion von Religion ist Privatsache und dem Zentralrat der Konfessionsfreien
Am 29.11.2010 haben die Richter des Verfassungsgerichtshofes die
Beratungen zu einer aus gesellschaftspolitischer Sicht hochbrisanten
Beschwerde aufgenommen.
Seit 19.12.2009 ist ein Individualantrag gegen zwei Bestimmungen des
Niederösterreichischen Kindergartengesetz 2006 beim
Verfassungsgerichtshof anhängig. Bei der ersten relevierten
Bestimmung handelt es sich um die Pflicht, Kreuze in ÖFFENTLICHEN
Kindergärten, in den mehr als die Hälfte der Kinder einem
christlichen Glauben angehören, anzubringen. Bei der zweiten
angefochtenen Bestimmung handelt es sich um den gesetzlich
vorgeschriebenen Beitrag, den der ÖFFENTLICHE Kindergarten der
religiösen »Bildung« ALLER Kinder zu leisten hat.
Beide Bestimmungen führen zu einer Verletzung der negativen
Religionsfreiheit des Beschwerdeführers, also sein Recht, sein
Leben frei von Religion gestalten zu dürfen. Als
konfessionsfreier, weltoffener und pluralistisch gesinnter Erwachsener
fühlt er sich in seinen Gefühlen verletzt, wenn er sein Kind
»unter dem Kreuz« erziehen lassen muss. Ferner betrachtet
er die (Zwangs-)Vermittlung von religiösen – und in der Tat
ausschließlich katholischen – Inhalten im Rahmen des
üblichen Kindergartenbetriebes als einen schweren und
ungerechtfertigten Eingriff in sein Recht, sein Kind konfessionsfrei zu
erziehen. Am Rande sei bemerkt, dass insbesondere in Kindergärten
die oben genannten Maßnahmen – aufgrund des jungen Alters
der Kinder – als prägend anzusehen sind.
Die Initiative Religion ist Privatsache unterstützt dieses
Verfahren und plant, in der kommenden Samstagausgabe (11.12.2010) der
Tageszeitung »Der Standard« ein ganzseitiges Inserat mit
einer Unterstützungserklärung (s. Anlage) einzuschalten.
Falls auch du unsere Meinung teilst und bereit bist, diese
Erklärung (mit-) zu unterzeichnen, bitten wir dich, uns dies
mitzuteilen denn wenn wir unser Ziel von 100 Unterschriften erreicht
haben ist die Veröffentlichung garantiert!
Mitmachen ist einfach und kostenlos:
Sende uns bis spätestens Mittwoch den 8.12.2010 an
office@religion-ist-privatsache.at ein Mail mit dem Titel
»Unterschriftsliste gegen Kreuz und religiöse Bildung in
ÖFFENTLICHEN Kindergärten und Schulen«.
Bitte füge dein Vor- und Nachname (evtl. mit Dr.- oder Prof.-
Titel; bitte keine Facebook-Pseudonyme etc.) und unbedingt den Namen
deines Wohnortes in Österreich samt Plz. ein.
Bitte ebenfalls eine Kontaktmöglichkeit (Email, Telefon) für etwaige Fragen angeben!
www.religion-ist-privatsache.at
Montag, 20. Dezember um 08:00 - 21. Dezember um 18:00
Dr. Karl-Renner-Ring 1-3 1017 Wien
***********************************************
Soweit die Neuigkeiten für Heute
Sepp Rothwangl
www.wir-offenbaren.com
PS: Wer Lust auf ein wunderschönes Naturerlebnis alternativ zu Weihnachten hat, siehe:
http://www.calendersign.com/de/events.php
====================================
Die Weitergabe dieses Rundbriefs ist erlaubt.
Version 7.12.010, CEP 242624
Wenn Sie keine weiteren Aussendungen erhalten möchten, senden Sie
bitte ein Email mit Betreff "wir-offenbaren abmelden" an
calendersign@gmx.at
Rundbrief 9: Staatshaftung / Kurier / Die Wahrheit wird Euch fertig machen vom 12.10. 10
LiebeR GleichgesinnteR!
Wie versprochen melde ich mich nun nach der Sommerpause wieder und
mache mich erholt wieder an unsere Arbeit, heute mit den folgenden
Themen:
Staatshaftung
Es wird Ihnen vermutlich nicht entgangen sein, wer der 60-jährige,
der im Marieninstitut in Graz sexuell und seelisch misshandelt wurde,
ist. Ja, ich bin es und meine Anwältin Dr. Vera Weld hat an die
Finanzprokuratur ein erstes Schreiben gerichtet.
Ich wurde oft gefragt, warum so spät und warum eine Forderung an den Staat und nicht an die Kirche.
Mein Schritt erklärt sich kurz folgend:
Auf Grund der Übermacht der Kirche und aus Sorge um die
finanzielle Existenz meiner Familie habe ich mich so lange geschwiegen.
Das schändliche Verhalten der Kirche im Fall Groer und wie man
dabei Herrn DI Josef Hartmann behandelte, war für mich ein Fanal
und der Grund vorerst still zu halten, aber trotzdem mich vorzubereiten
auf eine Abrechnung. Ich weiß nun meine Kinder von mir
unabhängig und auf eigenen Beinen und ich selbst bin in Pension
und somit unkündbar. Am Tag nach der bestandenen
Diplomprüfung meiner Tochter, zufällig zugleich an meinem 60.
Geburtstag ging das Schreiben an die Finanzprokuratur ab.
Warum ich den Staat in seine Verantwortung zwinge, erklärt sich
aus der Art wie zum Beispiel beim "Runden Tisch" vorgegangen wurde und
wie mit Ausnahme der Grünen und Teilen der SPÖ die
Parlamentarier die Aufarbeitung der Fälle an die
Klasnic-Kommission abschoben. Überdies habe ich schon seinerzeit
die Behörden als Zögling des Marieninstituts über die
Übergriffe informiert und es gab keine Konsequenzen.
Ich bin fest entschlossen die Klage einzureichen, wenn der Staat meinen
Anspruch zurückweist und habe dafür auch die
Rückendeckung meiner Familie. Es geht mir dabei nicht ums Geld,
sondern um Gerechtigkeit. Ich stelle mich auf einen langen Prozess ein
und will endlich die Wahrheit ans Licht bringen. In den vergangenen 50
Jahren bin ich durch die Hölle gegangen und kennen nun auch den
Weg heraus. Die Realität, die Wirklichkeit ist mein Werkzeug,
womit ich Fakten gesammelt habe, die einer Bombe entsprechen. Ich bin
bereit mein ganzes Vermögen (ca. 1 Mio Euro) für den Prozess
einzusetzen und habe auch einige Angebote zur Prozessfinanzierung
erhalten. Falls der Staat mir als Staatsbürger nicht seine
Gerichtsbarkeit zukommen lässt, sondern mich an die Kirche
verweist und ich nach dem Kirchenrecht mein Recht erhalten soll, so
betrachte ich das als "katholische Scharia", was ich ablehne. Niemand
will in Österreich nach islamischen Recht abgeurteilt werden,
warum aber soll jedoch über mich als Nichtkatholik, nach
katholischem Kirchenrecht Recht gesprochen werden. Durch das Konkordat
hat der Staat der katholischen Kirche riesige Privilegien zugestanden,
muss diese aber auch kontrollieren. Wenn sich der Staat weiterhin von
der Kirche derart in Geiselhaft halten lässt, so wird er zusammen
mit der Kirche untergehen. Die katholische Kirche hat ein Ablaufdatum
und ihre Ware ist bereits verdorben. Der Dammbruch des Aluminiumwerkes
und rote Gift-Flut in Ungarn können bildhaft als Vergleich
dafür dienen, was auf die Kirche hereinbricht. Für sie bricht
der "Jüngste Tag" an, den sie lange gepredigt hat.
Kurier
am Donnerstag, den 7. Okt. 10 erschien im Kurier ein ganzseitiger
Artikel über meinen Fall. Dabei sind drei schwere Pannen passiert,
die auf den Arbeitsdruck der Redakteure zurückzuführen sind.
Erstens wurde entgegen meiner Bedingung mein voller Name genannt und
zweitens wurde auf einem veröffentlichten Klassenfoto der falsche
Präfekt unkenntlich gemacht, wodurch ein Unschuldiger als mein
Peiniger gebrandmarkt wurde. Drittens wurde entgegen meiner Forderung
wieder der Ausdruck sexuelles Missbrauchsopfer verwendet, wogegen ich
mich entschieden verwehre und auch im Interview zum Ausdruck brachte.
Für mich ist dies Anlass keine Interviews mehr zu geben, ohne den
Text kontrollieren zu können.
Rahmenordung
Die österreichische katholische Kirche hat unter dem Titel "Die
Wahrheit wird euch frei machen. Rahmenordnung für die katholische
Kirche in Österreich Maßnahmen, Regelungen und
Orientierungshilfen gegen Missbrauch und Gewalt“
(http://stephanscom.at/download/rahmenordnung_missbrauch.pdf)
Ich habe mir die Mühe gemacht dieses Pamphlet durchzulesen und
meine Kommentare dazu abzugeben und ein Resümee zu verfassen.
Sie finden es auf www.wir-offenbaren.com (unter Artikel)
Bis zum nächsten Mal
Sepp Rothwangl
www.wir-offenbaren.at
Rundbrief 8: Persönlicher Eindruck der Sitzung mit Klasnic-Kommission vom 7. 7. 010
Mein Resümee der Sitzung mit der Klasnic-Kommission zu der die
Plattform Betroffener mich zur Teilnahme eingeladen hat, da ich
informell bei der Plattform mitarbeite.
Dazu vorab: Die Einladung durch die Plattform Betroffen.at kam für mich sehr überraschend und ich überlegte, ob ich sie wahrnehmen soll. Die Klasnic-Kommission
ist für mich eine unerhörte Verhöhnung des
Rechtsstaates, bzw. eine Selbstaufgabe des Rechtsstaats selbst, da der
Staat Betroffenen keinen Rechtsschutz gewährt, sondern diese an
die Gerichtsbarkeit der Kirche, also der Täterorganisation
verweist. Es erzeugt in mir ein Gefühl der Entwürdigung und
Rechtlosigkeit, wie wenn man als Mafia-Opfer an die
Entscheidungsgremien der Mafia ausliefert ist. Eine gewisse Neugier,
wie die Kommission arbeitet, regte sich jedoch in mir, weshalb ich
beschloss teilzunehmen. Ich war mir aber bewusst, dass meine Teilnahme
die Kommission in einer Art aufwertet, die sie nicht verdient.
Prinzipiell ergab die Sitzung schließlich keine neuen Ergebnisse
außer dem Austausch der Standpunkte, die schon aus den Medien
bekannt waren und dass man im Oktober wieder zu einem Treffen einladen
werde.
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Waltraud Klasnic
erörterte Mag. Caroline List kurz die Geschäftsordung und
dass Entscheidungen der Kommission für die Kirche bindend seien.
Die in den Medien kolportierten Entschädigungssummen seien als
Geste zu werten. Die Höhe sei in Anlehnung an Schmerzensgeld wie
in Österreich dzt. üblich festgelegt. Schwerpunkt der Hilfe
der Kommission ist nach Bedarf Therapie von "Opfern sexuellen
Missbrauchs".
Ähnlich argumentierte Dr. Brigitte Bierlein.
Dr. Werner Schostal und Mag. Jakob Purkarthofer von der Plattform
Betroffen.at stellten die Unabhängigkeit der Kommission als
Opferschutz-Anwaltschaft wegen der Art, wie sie zu Stande kam, in
Abrede, da sie von der Täterorganisation Kirche installiert wurde.
Sie forderten eine unabhängige staatliche Kommission oder ein
Schiedsgericht, wo Betroffene und die Täterorganisation
paritätisch vertreten sind. Schostal forderte die Erstattung auch
der Anwaltskosten.
Mag. Ulla Konrad präzisierte die Arbeitsweise der Kommission
insofern, dass die Bedürfnisse der "Opfer" durch ein einige
Stunden dauerndes Clearing der Fälle durch einen Psychotherapeuten
erhoben werden und das Ergebnis der Kommission zur Entscheidung
vorgelegt wird.
Purkarthofer legte dar, das viele Betroffene sich nicht an die
Kommission wenden wollen, da sie diese als nicht unabhängig und
entwürdigend ablehnen und einen anderen Weg beschreiten wollen.
Alle Kommissionsmitglieder stimmten zu, dass es noch eine gewaltige
Dunkelziffer von Betroffenen gibt.
Dr. Kurt Scholz trat vehement für die Arbeit der Kommission ein,
da sie den "Opfern" helfen will und rasch Mittel und Hilfe zur
Verfügung stellt. Dem Einwurf, dies sei Lösung des Problems
durch schnelles Geld wurde von Scholz derart entgegnet, dass dies eben
die Mittel seien, die die Kommission anbieten kann. Es sei jedem
unbenommen andere, auch juristische Wege zu beschreiten und er werde
jedem Staatsbürger auf die Schulter klopfen, der eine
Änderung der Rechtslage herbeiführt. Das "schnelle Geld"
für die Opfer begründete Scholz mit Mitleid: Er könne
doch die armen, gequälten "Opfer", die oft in einem entsetzlichen
Zustand seien, nicht ohne ihnen etwas zu geben wegschicken.
Der wiederholten Forderung der Plattform nach einer staatlichen
Kommission, der fast alle Kommissionsmitglieder zustimmten, oder einem
unabhängigen Schiedsgericht mit paritätischer Vertretung
entgegnete nur Klasnic lapidar und bestimmend: "Eine staatliche
Kommission wird es nicht geben!"
Schostal kündete an, dass er versuchen werde dennoch so eine Kommission durchzusetzen.
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Haller äußerte, dass im
Verhältnis die Fälle sexuellen Missbrauchs in der Kirche
marginal seien und nur 3 Promille aller Fälle ausmachten und dass
30% - 50% aller Anzeigen Fehlanzeigen wären. Bezeichnend
für Haller war seine Feststellung, dass 30% der Opfer später
selbst zu Tätern werden, die ich als generelle Herabwürdigung
von Betroffenen wertete. (Anm.: Dass diese Tatsache aber vermutlich ein
innerhalb der Kirche unbewusster Mechanismus der Rekrutierung von
Klerikern sein kann, entging ihm dabei) Psychisches Schmerzensgeld sei
in Österreich Neuland und habe keine Tradition wie in USA, wo 1
Mio Dollar üblich sei, sondern hier mit max. 70.000 Euro zu
rechnen sei.
Dr. Hubert Feichtelbauer sagte: Die Kommission ist keine juristische
Institution und ich vernahm und notierte mir vom ihm den Satz: "Die
Glaubhaftmachung einer Schadenssumme ist unmöglich."
An Scholz gerichtet, der sagte, dass er vehement für die
Errichtung einer staatlichen Kommission sei, aber keinen Rat wisse, sie
zu Stande zu bringen, brachte ich den Einwurf: "Lösen Sie diese
Kommission wegen Nichtlösbarkeit des Problems auf und setzen Sie
damit ein Zeichen, das Politik und Gesellschaft aufhorchen lässt
und arbeiten Sie an einem Schiedsgericht mit, an dem Betroffene
paritätisch beteiligt sind, und dessen Urteil die Kirche
anerkennt."
Mein Einwurf wurde vor allem wieder von Klasnic kategorisch abgelehnt.
Meine Forderung nach Wiedergutmachung wurde wegen der Wortwahl
abgelehnt und wiederholt das Papier der letzten Bischofskonferrenz "Die
Wahrheit wird euch frei machen" vorgezeigt, das ich insofern
kritisierte, als man dort dieses Wort auch nicht findet. Eine
Wiedergutmachung sei nicht möglich und das Wort "Wiedergutmachung"
werde aus Bescheidenheit den Opfern gegenüber nicht verwendet, so
die Kommission einhellig.
Scherzhaft erwähnte ich dann, dass Herrn Feichtelbauers Satz: "Die
Glaubhaftmachung einer Schadenssumme ist unmöglich" im speziellen
aus dem Munde eines Vertreters einer Glaubensorganisation schon
lustig klingt, worauf dieser antwortete, das habe er nicht gesagt,
sondern es wäre wohl sehr wohl möglich Schadenssummen
glaubhaft zu machen, was auch von anderen Kommissionsmitgliedern
bestätigt wurde.
Im Anschluss zur Sitzung fragte ich andere Teilnehmer, ob ich denn
Feichtelbauers erste Äußerung tatsächlich falsch
verstanden habe, nämlich dass die Glaubhaftmachung einer
Schadenssumme unmöglich sei. Ich wurde bestätigt, dass ich
sehr wohl richtig verstanden hätte, dass aber Feichtelbauer
offensichtlich auf meine Äußerung hin einen Rückzieher
machte. Ich gewann dadurch jedenfalls den Eindruck, diese Kommission
ist nicht objektiv arbeitsfähig und ich würde mich ihr nie
und nimmer aussetzen. Wenn Feichtelbauer und einige Mitglieder der
Kommission dann aber doch sagten, eine Glaubhaftmachung sei
möglich, so ist dies wenigstens für mich persönlich ein
kleines Ergebnis. (Anm.: Dass Feichtelbauer tatsächlich
ursprünglich sagte, die Glaubhaftmachung einer Schadenssumme sei
unmöglich, können Kommissionsmitglieder sich durch
Anhörung von Tonaufzeichnungen bestätigen, die sie vermutlich
wohl auch mitschnitten.)
Ob die Glaubhaftmachung meiner Schadenssumme wo immer und wann immer
gelingt, wird sich zeigen. Vor dieser von einer Glaubensorganisation
eingesetzten Kommission werde ich persönlich aber aber sicher
keine Glaubhaftmachung anstreben. Da eine Wiedergutmachung durch die
Klasnic-Kommission kategorisch abgelehnt wird, wird für mich
vorerst Genugtuung übrig bleiben, für die ich selber durch
eigenes Tun so lange sorgen werde, bis ich genug getan habe. Ich weiss,
dass die Wahrheit mich frei gemacht hat, deshalb vertrete ich den Satz,
"die Wahrheit wird die Kirche fertig machen".
Die nach wie vor geübte Wortwahl "sexuelle Missbrauchsopfer" durch
die Kommission macht für mich klar, dass die Klienten, die sich an
die "Unabhängige Opferschutzanwaltschaft" bzw. die
"Unabhängige Opferschutzkommission" wenden, in Abhängigkeit
und die Opferrolle gedrängt werden und nicht durch
Selbstbestimmung zu ihrem Recht kommen.
Sepp Rothwangl
www.wir-offenbaren.com
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Die Weitergabe dieses Rundbriefs ist erlaubt.
Version 7.7.010, CEP 242777
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bitte ein Email mit Betreff "wir-offenbaren abmelden" an
calendersign@gmx.at
Rundbrief 7: Wortwahl / Protestwelle / Dossier: rahmenordung_missbrauch von www.wir-offenbaren.com
Liebe Gleichgesinnte!
Zu Allererst möchte ich um Nachsicht ersuchen, weil ich
längere Zeit verstummt bin, aber auch ich muss meinen Betrieb am
Laufen halten und brauche manchmal Abstand, den ich beim Arbeiten im
Wald finde.
Die entwürdigenden und verhöhnenden Angebote durch die
Klasnic-Kommisson an die Überlebenden und wie diese in den Medien
kolportiert wurden, haben mich hart getroffen. Ich empfinde es als Hohn
und als Verachtung der Schicksale Betroffener, wie die
Klasnic-Kommission die rechtliche Lage Betroffene ausnutzt und sie mit
"freiwilligen" Almosen abzuspeisen versucht, weil der Staat Opfern
keinen ausreichenden Schutz bietet. Nach einigen Tagen der
Sprachlosigkeit möchte ich nun aber eine weitere Initiative
ergreifen und diese mit Ihnen diskutieren und zur Teilnahme aufrufen.
Wir Betroffenen müssen das Gesetz des Handelns in unsere Hand
nehmen und nicht alle Aktivitäten der katholischen Kirche
überlassen. Wenn Tausende für Arigona Zogaj demonstrieren,
wird es doch auch möglich sein, für die Rechte Betroffener
durch kirchlichen Machtmissbrauch einzutreten.
1.
Wortwahl
Ein erster Ausgangspunkt der Überlegungen ist die Wortwahl und der
nach wie vor von der k.K. verwendete entwürdigende Begriff
"Sexueller Missbrauch".
Diese Bezeichnung erscheint obsolet.
Niemand von den Betroffenen ist oder war eine Sache oder ein Ding, das
man gebrauchen oder benutzen kann, sondern eine Person, in diesem Sinne
können sie sich auch nicht missbraucht werden. Solange auch in den
Medien diese falsche Wortwahl benutzt wird, werden Betroffene weiter
stigmatisiert und verdinglicht.
Der genaue Sachverhalt stellt sich richtiger Weise als Komponente von zwei Verbrechen dar:
Die eine Komponente ist die Misshandlung durch abwegige Sexualität
und die zweite Komponete ist der Missbrauch von Macht, die
TäterInnen haben, um Misshandlungen durchführen und
fortsetzen zu können. Die TäterInnen missbrauchen Macht, die
sie in die Lage versetzt sexuell zu misshandeln.
Durch die Bezeichnung "sexuelle Missbrauchsopfer" werden Betroffene
stigmatisiert und verdinglicht. Somit verlieren sie nicht nur die
Identität als menschliche Person, sondern werden Opfertieren
gleichgesetzt.
Bezeichnend in diesem Zusammenhang ist der Bericht eines Täters
(aus dem Buch von R. Perner: MISSBRAUCH. Kicher-Täter-Opfer).
Dieser Täter fühlte sich zu kleinen Buben deshalb so
hingezogen, weil sie so gut riechen. Wenn sie in die Pubertät
kamen, wurden sie uninteressant, weil sie zu "böckeln"
(wörtlich!) begannen. Was er also suchte, waren Lämmer:
Opferlämmer! Der Sprachgebrauch in der Kirche verinnerlicht
vermutlich solche Gedanken, die sich in Schandtaten manifestieren. Die
Pastoren (von lat. Hirte) hüten die Herde von Gläubigen
und ziehen den Schafen das Fell über die Ohren. Die Oberhirten
(Bischöfe) entsenden Hirtenbriefe an ihre Herden.
Betroffene sind keine Opfertiere sondern Überlebende von
Schändungen, in denen TäterInnen versuchten sie als sexuelle
Gebrauchsartikel zuzurichten. Leider endete dies oft in Suizid, in
Selbsthinrichtung. Ich weiß sehr genau, wovon ich hier spreche,
denn ich habe zum Glück so einen Versuch überlebt.
Diese Unterscheidungen mögen spitzfindig klingen, für mich
halten sie meine Person integer und distanzieren mich vom Täter,
der zwar damals meine (sexuelle) Zuneigung gebraucht hätte, die
ich ihm aber als Kind nicht geben konnte.
2.
Protestwelle
Eine PROTESTWELLE, die den Machtmissbrauch und die verwerfliche
Sexualmoral der katholischen Kirche aufzeigt, ist Ausgangspunkt
weiterer Überlegungen. Das Klima des Systems von Machtmissbrauch,
das sexuelle Misshandlungen ermöglicht, soll aufgezeigt werden.
An speziellen Festtagen des katholischen Kalenders soll dieser
Organisation der Spiegel vorgehalten werden. Zum Kraft holen und
Abstand gewinnen sollten wir von der Natur vorgegebene Tage nutzen,
um Erfahrungen auszutauschen, gegenseitig kennen zu lernen, und
entspannen. Für Orte und weitere Termine wird um Vorschläge
gebeten.
2.1.
Ein erster Termin bietet sich mit Do. 22. Juli, Namenstag von Maria Magdalena, Heilige, Hure und Geliebte
M. Magdalena ist ein Symbol für die frauenverachtende und
männerbündlerische Sexualmoral der Kirche mit dem Exzess des
menschenverachtenden Zwangszölibats.
Diese Aktion am 22. Juli hat das Potential einerseits darauf
hinzuweisen, dass von katholischem Pädosex Betroffene nur die
"männliche" Spitze eines Eisbergs sexueller Gewalt sind und
gleichsam die maskuline Seite der in ungewollte Prostitution
gezwungenen Menschen sind.
Eine Solidarisierung mit in Zwangsprostitution geratenen Frauen wird angestrebt.
Vorschlag für Protestaktionen: Niederlegung von Kinder- und
Frauenschuhen an Kirchen (Stephansdom), Verteilung von
Kardinalschnitten, Hohntorten an Passanten. Auftritt von Abt Usus, Miss
Brauch.
Kontakt mit Pfarrerskindern usw.
2.2.
Protest-Termin am So., 15. August (Maria Himmelfahrt) im Volksmund
Großer Frauentag. Traditionell ein heidnisches Sommerfest (kelt.
Lugnasad)
Solidarisierungsaufruf um Hilfe und Unterstützung durch starke
Frauen in der Gesellschaft gegen die Herrschaft des kirchlichen
Patriarchats.
2.3.
Veranstaltung zur HerbsttagundNachtgleiche (Herbstfest)
2.4.
So., 19. 12. 010. Wintersonnwende. Traditionelle Wanderung zum
Sonnenaufgang am Teufelstein (siehe Film von ServusTV "Urgewalten")
2.5.
Unschuldiger Kindertag, Dienstag 28.12. ; vorläufiger Höhepunkt der Protestwelle.
Ich kann mich an einen Brauch in meiner frühen Kindheit erinnern:
Als Kinder erhielten wir einst Ruten und durften damit die Erwachsenen
schlagen und mit dem Ruf "Frisch und Gsund" Geld und Geschenke
erheischen. Dieser Tag im katholischen Kalender soll an den Kindermord
bei der Geburt des Moses und jenen durch Herodes erinnern.
Zeigen wir der Bevölkerung, wie die katholische Kirche jetzt mit Kindern umgeht!
Vorschlag der Protestaktion: Ein Kreis von Kinderschuhen um den Stephansdom und anderen Kirchen.
Ich bitte um Kritik, Vorschläge und Diskussion zur Protestwelle!
3.
Das Dossier "Die Wahrheit wird euch frei machen" . Maßnahmen,
Regelungen und Orientierungshilfen gegen Missbrauch und Gewalt
herausgegeben online auf
http://stephanscom.at/download/rahmenordnung_missbrauch.pdf scheint mir
eher als "Rahmenordnung FÜR Missbrauch".
Ich bin dabei die 64 Seiten dieses Dossiers zu lesen und kann als
ersten Eindruck nur sagen, dass ich es als weitere Verhöhnung
empfinde, wie hier formuliert und vorgegangen wird. Den Versuch der
"Wiedergutmachung" findet man dort nirgends, diese wird Gott
überlassen.
Meine Stellungnahme (Arbeitstitel: "Die wirkliche Wahrheit wird die
katholische Kirche fertig machen") zu diesem Dossier werde ich in
Kürze veröffentlichen. Ich bitte dafür um ein wenig
Geduld.
4.
Ich wurde bereits von mehreren Stellen gefragt, ob wir finanzielle
Unterstützung brauchen und wie man uns diese zukommen lassen kann.
Da ich keine Erfahrung mit Fundraising habe, aber eine
Unterstützung absolut transparent gehandhabt gehört, bitte
ich um Informationen, wie vorzugehen ist.
Als meinen eigenen persönlichen Beitrag für einen Fond
Betroffener stelle ich für Spender als Anerkennung gerne je ein
Exemplar und alle sonstigen Erlöse meines Buches "STERNSTUNDE" zur
Verfügung, wovon noch etliche vorhanden sind, bevor es vergriffen
ist. http://www.calendersign.com/de/bk_sternstunde2000.php
Dieses Buch ist der erste Teil meiner persönlichen Aufarbeitung
des Missbrauches und der Vereinnahmung von antiken Weltbildern und
Kulturen durch die Kirche mit Fokus auf den Zusammenhang von Mythos,
Zeitrechnung und Kosmologie.
Mein derzeit im Entstehen befindliche Buch (STERNZEIT) widmet sich noch
spezieller der religiös abergläubischen Entstehung der Anno
Domini Jahreszählung, die derzeit im Jahr 2010 angelangt ist.
Dieses Buch macht klar, wie mit Hilfe dieser Jahreszählung die
Kirche das Monopol der irdischen Zeitrechnung errang, womit es ihr
gelang durch Ablasshandel auch Zeit im Jenseits zu verkaufen, was ihr
vom Mittelalter bis heute ihren ungeheuren Reichtum einbrachte. Es ist
an der Zeit in einem neuen Zeitalter diesem Humbug ein Ende zu machen.
Bis zum nächsten Mal
Sepp Rothwangl
www.wir-offenbaren.com
Danksagung:
Für die redaktionelle Mitarbeit und Korrekturen bei diesem Rundbrief wird Herrn Helmut Gruber herzlich gedankt.
PS:
Ich war gestern (7. Juli ) von der Plattform Betroffen.at zu einem
informellen Treffen mit der Klasnic-Kommission eingeladen. Auch davon
erhalten Sie in Kürze ein Bericht.
====================
Die Weitergabe dieses Rundbriefs ist erlaubt.
Version 8. 7. 010, 8:00
Wenn Sie keine weiteren Aussendungen erhalten möchten, senden Sie
bitte ein Email mit Betreff "wir-offenbaren abmelden" an
calendersign@gmx.at
Rundbrief 6: Ergebnis Vernetzung / Lichtermeer
Liebe Gleichgesinnte!
1. Ergebnis Vernetzung
Das emotionelle Vernetzungstreffen von Betroffenen in Wien am 7. Mai
hat einige konkrete Ergebnisse gebracht: Das wichtigste Ergebnis ist:
Es wird weitere Treffen geben!
Ein allgemeiner Konsens bestand darin, dass wir uns gegenseitig
stützen und schützen müssen, da wir Hilfe vom Staat oder
sonstigen "Täter-Organisationen" nicht zu erwarten haben. Schutz
haben wir allenfalls von einer aufgeschlossenen Öffentlichkeit zu
erwarten, die zu informieren, wir die uns wohlgesinnten Medien ersuchen
müssen.
Es zeigte sich aber deutlich, dass die Interessen und die
persönlichen Betroffenheiten zu weit gestreut sind, um sie
gemeinsam anzugehen. Wir werden deshalb Untergruppen bilden, die sich
gezielt auf ihr jeweiliges Problem konzentrieren.
Als grobe Unterteilung wird vorgeschlagen:
*Betroffene durch privates Umfeld.
*Betroffene kirchlicher Institutionen.
*Betroffene durch staatliche Stellen, Väter und Mütter, denen Kinder entzogen werden.
*Sonstige Betroffene.
Für die Vorbereitung eines nächsten Treffen bieten sich auf
Grund von Vorschlägen und Feedbacks folgende Teilnehmer an:
Angie, Jakob, Helmut, Sepp am besten bei einem persönlichen
Treffen in Wien. Anneliese, Gabriele und Wolfgang bitten wir wegen der
räumlichen Entfernung um Mitarbeit in der Vorbereitung via Email
und Telefon. Selbstverständlich sind wir alle Vorschläge
offen und bitten um konstruktive Mitarbeit bei Planung, Wahl von
Tagungsort, Zeit und Programm.
Ein weiteres Ergebnis unseres Treffens war der Wunsch nach einer
internen Kommunikationsplattform. Als ersten Schritt in diese Richtung
haben wir eine Mailing-Liste eingerichtet und alle Adressen der
Teilnehmer des Treffens, die dies wünschten, stehen bereits auf
dieser Liste. Anmeldung dafür: https://lists.lnxnt.org/mailman/listinfo/betroffen
Falls die Anmeldung Probleme macht, melden Sie sich bitte bei mir: calendersign@gmx.at mit Betreff "Betroffenenliste".
Wir möchten aber jetzt schon ankündigen, dass wir auch
weitere Schritte in diese Richtung tätigen werden, falls dies
erwünscht wird, um gezieltere und effizientere Diskussionen zu
gewährleisten.
2.
Lichtermeer
In Battle and Love for our kids. Ein Lichtermeer in Wien.
Zeit: Fr., 21. Mai 010; 20:00 Uhr
Ort: Wien, Stephansplatz
Info: http://www.wien-konkret.at/veranstaltungen/ort/stephansplatz/
Telefon: 0650-3745369 Email: jessica01@gmx.net
So viel für heute
Ihr Sepp Rothwangl
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Der Zufall lässt Dinge zusammen fallen, die nicht zusammengehören.
Hängen Dinge mehrmals zusammen, so ist es nicht mehr Zufall.
(Weisheit eines Kriminalkommissars)
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Die Weitergabe dieses Rundbriefs ist erlaubt.
Version 27. 4. 010, 15:00
Rundbrief 5: Ermittlungen um August-Aichhorn-Haus / Sondersendung Ö1 / Vernetzung
Liebe Gleichgesinnte!
1. Ermittlungen
Es gibt nun neue Ermittlungen im Umfeld des August-Aichhorn-Hauses.
Siehe ORF-online: Sexpartys mit Wiener Heimkindern?
2. Sondersendung
ORF Ö1 SONDERSENDUNG ZUM THEMENSCHWERPUNKT GEWALT: WARUM SEXUELL TRAUMATISIERTE MENSCHEN ANDERE WEITER TRAUMATISIEREN...
Di., 11. Mai 010, 20:30 - 21:00 Uhr via Stream im Internet auf Ö1 Campus.
In einer Sondersendung im ORF-KulturCafe diskutieren neben der
Herausgeberin Univ.Prof. Dr. Rotraud Perner auch der Psychotherapeut
und Theologe Richard Picker, der Sexualberater und Sexualpädagoge
Franz Babka, der früher auch Pastoralassistent war - und der
Betroffene und Buchautor Sepp Rothwangl.
Sendungsverantwortung und Diskussionsleitung: Gerhard Wagner
3. Vernetzungstreffen
Das Treffen am Fr., 7. Mai in Wien war sehr anstrengend und lange und
hat manche wohl überfordert, hat aber ein gemeinsames Bewusstsein
geschaffen und Wege aufgezeigt, wie es weitergehen wird. Weitere
Termine und Informationen über weiterführende Arbeit kommen,
wenn alle Feedbacks der TeilnehmerInnen eingelangt sind.
Soweit für heute
Ihr Sepp Rothwangl
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"Die Heilige Messe ist der Triumph des Knies über den Kopf."
Karlheinz Deschner, Autor der Kriminalgeschichte des Christentums
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Rundbrief 4: Öst. Vernetzungstreffen 7. Mai in Wien / Klasnic Kommission / Aktuelle Stunde Parlament
Liebe Gleichgesinnte!
1. Vernetzungstreffen
Es ist gelungen einen Termin zu finden, wo sich erstmals mehrere
Gruppen und Plattformen von Betroffenen, Überlebenden, Zeugen und
Geschädigten durch sexuelle, pädosexuelle und seelische
Misshandlungen und Gewalttaten zum Zwecke der Vernetzung untereinander
und zum Austausch von Erfahrungen und Strategien zur Prävention
und Heilung treffen: 7. Mai 010, 17:00 in Wien.
Genauere Infos mit dem Programm, das ständig weiter komplettiert wird auf:
www.wir-offenbaren.com/vernetzung.html
Bitte merken Sie sich diesen Termin vor und melden Sie sich an.
Sie können bei Verhinderung (z.B. zu weite Anreise) auch einen Beitrag zusenden, der verlesen werden kann.
2. Die Klasnic Kommission
Als erste Reaktion zum Namen und zur Zusammensetzung dieser Kommission ist zu sagen:
Die Bezeichnung "Unabhängige Opferschutzanwaltschaft"" ist
schlichtweg eine Verfälschung, denn weder ist die Organisation
unabhängig noch dient sie dem Schutz der Opfer oder ist Anwalt der
Opfer, sondern dem Schutz der Täter, in dem das "freie und anonyme
Agieren" (sic!) sich jeder Kontrolle entzieht. Die Anzahl der 100
Opfer, die sich angeblich dort gemeldet haben, zeigt allein schon,
welch geringe Glaubwürdigkeit dieser Stelle beigemessen wird, sind
es doch mit Sicherheit zig Tausende Fälle.
Die Zahl der Fälle sexueller Misshandlung lässt sich durch
Vergleiche mit Irland abschätzen, demnach wären es in
Österreich etwa 30.000. Auch Statistiken von
Psychose-Fällen lassen eine Schätzung zu. Etwa die
Hälfte aller Fälle von Psychose in Österreich (ca
80.000) haben ein sexuelles Trauma oder seelische Gewalterfahrungen in
der Kindheit erlebt. Die Zahl von 30.000 bis 40.000 Fällen
sexueller oder seelischer Gewalt ist daher realistisch!
3. Aktuelle Stunde im Parlament
Bei der Aktuellen Stunde der Grünen zum Thema Sexuelle
Misshandlung des Parlaments am Mi., 21. 4., war ich persönlich in
der Zuhörergalerie anwesend.
Die bisherige Vorgangsweise, die Aufarbeitung der kirchlichen
Fälle der Täterorganisation selbst zu überlassen, wie
dies ÖVP und FPÖ sich vorstellen, ist ein entwürdigender
und die Betroffenen erniedrigender Skandal. Wie von den Grünen
richtig erwähnt, überlässt man es bei sonstigen
Verbrechen nicht der Verbrecherorganisation selbst die Bereinigung zu
erledigen. Was hier geschieht, ist eigentlich, dass man der Kirche
Selbstjustiz erlaubt.
Wie sich die christlichen Parteien hier abzuputzen versuchen, ist
schändlich und wird ihnen noch bitter leid tun, wenn wir weitere
noch weitaus schlimmere und verderbliche Taten der Kirche offenlegen
werden.
Wir müssen die Grünen und auch die SPÖ, die vielleicht
angeregt durch die Rede ihres Sprechers Dr. Hannes Jarolim umschwenkt,
bestärken in den berechtigten Forderungen nach einer staatlichen
Aufarbeitung und der Aufhebung der Verjährung für Verbrechen
dieser Art. Wir müssen auch die vielen Geschädigten
bestärken sich nicht zu verstecken und zu schämen.
Schämen werden sich bald jene müssen, die dieses unmoralische
System durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen und tatenlos
zusehen, wie pädosexuell Geschändete ohne Hilfe den Boden
unter den Füssen verlieren und in der Psychiatrie, am Strich oder
am Strick enden.
Soweit für heute
Ihr Sepp Rothwangl
====================
"Auch ich glaube an ein Weiterleben nach dem Tod, doch der Tote lebt nicht in seinem Bewusstsein weiter, sondern in unserem."
Karlheinz Deschner, Autor der Kriminalgeschichte des Christentums
Ostereier-Nachlese
Die Oster-EIER-tage haben einige faule aber auch frische Eier gebracht.
Zu den ganz faulen Eiern gehört die Äußerung des
päpstlichen Hauspredigers, Raniero Cantalamessa, der die medialen
Angriffe auf den Papst mit Antisemitismus verglich. Verdreht hier
Cantalamessa nicht Opfer und Täter? Jüdische Organisationen
protestierten scharf, wonach die Aussage als unangemessener Vergleich
mit Bedauern zurückgezogen wurde.
Ein weiteres Ei ist jenes von Angelo Sodano, Vorsitzender des
Kardinalkollegs, der Kritik im Zuge des Missbrauchsskandals als
"unbedeutendes Geschwätz" zurückwies. Wie unbedeutend dieses
"Geschwätz" ist, wird sich noch herausstellen.
Nach weltweiten heftigen Protesten folgten Dementis von Seiten des
Vatikans, worauf der Fällkeil, der schon am Katholikenkreuz in
Graz angesetzt war, um dieses endgültig zu fällen, wieder
eingepackt wurde. Die Andeutung dieses Kreuz zum 1. April zu
fällen, hatte künstlerisch-scherzhaften Charakter, doch wenn
der Hohn zur Häme wird, dann könnte es fallen.
Ein hohles Ei waren bisher Kardinal Schönborns Worte bei der Messe
für Missbrauchsopfer der Kirche: "Wenn jetzt die Opfer sprechen,
dann spricht Gott zu uns". Viele sprechen jetzt als Betroffene und
Opfer und viele werden noch sprechen (als Menschen). Ob sie damit als
Schönborns Gott sprechen, möchte ich stark bezweifeln - ja
sogar zurückweisen -, denn sein Gott ist im Jenseits, aber wir im
Diesseits. Oder will Schönborn die Opfer mit diesem Satz ins
Jenseits vertrösten?
Ein buntes Wiener Osterei war die Aktion "Jesus reloaded", die Kreuzigung von Emmerich Weissenberger am Stepansdom, siehe Video.
Wir hoffen, dass diese weltweit Aufsehen erregende Aktion auch ein Beitrag zur
Aufarbeitung war. Herrn Weissenberger sei ins Stammbuch geschrieben:
"Ohnmächtig sind wir nicht mehr! Wir fangen an, uns zu wehren!"
In jedem Fall betrachten wir Weissenbergers Kunstaktion als Auftakt von Künstlern sich mit uns zu vernetzen.
Domain-Name
Da die Zeit drängt, haben wir uns rasch entschieden als Domain den
Namen wir-offenbaren.com zu wählen, der am besten unsere Absichten
ausdrückt. Wir beabsichtigen nicht nur uns und andere zu outen,
sondern für die Kirche den "Jüngsten Tag" einzuläuten.
Die vielen toten Seelen, die als Kinder missbraucht, ihr
unerträgliches Leben durch Selbstmord beendeten, werden wir als
"Auferstehung der Toten" ins Bewusstsein bringen. Sehr ernsthaft geht
es uns um die gesellschaftliche Aufarbeitung, wobei die Trennung in
"Opfer" und "Täter" nur oberflächlich das Problem beleuchtet.
Eine wirkliche Lösung kann es nur durch Analyse des zugrunde
liegenden Systems geben. Wir betrachten "Täter" auch als "Opfer"
eines Circulus vitiosus, die unsere Gesellschaft vergiftet und die es
zu durchbrechen gilt. Die bisherigen Dateien von ABSURD werden in
Zukunft bei "wir-offenbaren.com" zu finden sein.
Vier Wege für Betroffene
Für Betroffene (Opfer wie Täter) scheinen sich vier Wege
abzuzeichnen, wie mit der Todesspirale des Missbrauchs umgegangen wird:
1. Totschweigen. Dies ist eigentlich kein Weg, sondern führt in Erstarrung.
2. Reden in Verschwiegenheit, wie dies in den
Ombudsstellen und der Klasnic-Kommission versprochen wird. Ein
schneller Weg mit Therapie durch katholische Therapeuten, Ruhigstellung
und Ausgrenzung der Täter und Schweigegeld für die Opfer
droht hier das maximale Ergebnis zu sein. Das Ziel heißt "Schwamm
drüber", um nicht "Vertuschung" zu sagen. Damit soll der Kirche
möglichst geringer Schaden erwachsen. Das in der Kirche immanente
System des Schweigens bezüglich Missbrauchs vieler Art könnte
damit in viel subtiler Weise als bisher zur Rekrutierung ihres
Personals dienen. Vertuschung von Missbrauch in der Kirche erzeugt
Rechtfertigung und ist Vorschubleistung von Missbrauch in Familien und
Umfeld.
3. Rechtliche Aufarbeitung (geschützt oder
geoutet) in Opfergruppen, die diverse Rechtsanwälte um sich
scharen. Das "Keilen" von Opfern durch geoutete Proponierte für
die jeweilige Opferplattform hat schon begonnen, um damit die eigene
Gruppe möglichst zu stärken. Leider ist die Konkurrenz der
Opfergruppen untereinander und die unterschiedlichen Strategien einem
gemeinsamen Vorgehen und einer Vernetzung nicht förderlich. Die
rechtliche Situation in Österreich begrenzt den Aktionsradius der
Rechtsanwälte, trotzdem wird dieser Weg aber in absehbarer Zeit zu
besseren Ergebnissen wie die beiden obigen führen.
4. Gesellschaftliche und politische Aufarbeitung
durch Outing von Opfern und Tätern. "wir-offenbaren.com" wird
diesen Weg beschreiten. Er wird der geradeste, härteste und
längste sein. Wir rechnen damit, angegriffen, verleumdet und
diffamiert zu werden. Aber politische Aktionen, Appelle an die
Menschlichkeit werden wir ergreifen und die Öffentlichkeit wird
den Schutz dafür bieten. Absurderweise liefert der Papstprediger
Cantalamessa mit seinem verqueren Holocaust-Vorwurf das Szenario wie
vorgegangen werden kann. Das Modell, wie Holocaust-Opfer und deren
Nachkommen agieren und zu ihrem Recht kommen, wird uns Beispiel sein!
Vernetzung
Die Vernetzung von Opfern und Plattformen untereinander, bzw. die
Unterstützung durch breite Bevölkerungsgruppen, politische
Parteien und Verbände, Wissenschafter, Künstler und
Kulturschaffende ist uns ein wichtiges Anliegen.
Hier der Termin zum zweiten Vernetzungstreffen, wozu wir jedermann/jedefrau herzlich einladen:
So., 11. April, 10:00 im Amerlinghaus, Teestube, Stiftgasse 8, 1070 Wien.
Medien
Am Freitag, 9. April, 17:00 - 18:00 findet im ORF-KulturCafe
(Argentinierstraße 30a) bei freiem Eintritt die Aufzeichnung
eines Diskussionssendung zum Thema MISSBRAUCH UND GEWALT AN BEHINDERTEN MENSCHEN
statt. Um unsere Anliegen in der Öffentlichkeit zu verbreiten,
arbeiten wir hart und bitten um Ihre Unterstützung, wo immer
möglich. Die unzähligen Postings in diversen Online-Foren von
Zeitungen geben uns Rückhalt. Bitte lassen Sie nicht locker und
bleiben Sie am Ball.
In den nächsten Wochen werden wir die Printmedien verstärkt
informieren und ebenfalls am Freitag, 9. April, 20:00 Uhr wird es ein
Interview mit Sepp Rothwangl in der Sendung "trotz allem" in Radio Orange geben.
Strafanzeigen
Es sind kürzlich wegen Übertretung zahlreicher Paragraphen
bei der Oberstaatsanwaltschaft Wien Strafanzeigen gegen folgende Reihe
von Institutionen und Personen erfolgt: „August Eichhorn
Haus“, Christoph Schönborn, Erzdiözese Wien, zahlreiche
Bischöfe, Äbte und der Orden der Schulbrüder, Christian
Brothers (De La Salle Werke).
Der österreichische Staat und seine Justiz ist somit offiziell aufgefordert zu handeln.
Psycho- und Traumatherapie
Wir verstehen uns nicht als Selbsthilfe- oder Therapiegruppe, die
Hilfestellung für individuelle Probleme geben kann, sondern sich
eher als Bewegung, die sich für gesellschaftliche und seelische
Hygiene einsetzt und gegen religiöse, politische und
weltanschauliche Absurditäten und daraus resultierende
Abscheulichkeiten auftritt. Wir sind offen, wenn Sie uns Ihre
persönlichen Probleme schildern möchten, sind aber nicht
befugt zu therapieren. Gerne aber verweisen wir an die TherapeutInnenliste des Österreichischen Berufsverbandes für Psychotherapie
und können Tips bei der Suche nach geeigneter Therapie geben.
Wir werden in Kürze eine Liste von Psychotherapeuten veröffentlichen, die wir empfehlen.
Redaktion unserer Aussendungen und Webseite
Wir freuen uns über jede Kritik und Mitarbeit an unserer Arbeit.
Bitte schreiben Sie uns, wenn Sie vorab unsere Rundmails zur
geschätzten Kritik und für Vorschläge zur Ansicht haben
möchten, bevor wie diese an die Liste der Subscriber aussenden.
Viele Augen sehen mehr als wenige! Bitte aber schnell reagieren, denn
wir wollen aktuell sein!
======================
Frage an Karlheinz Deschner (Autor der "Kriminalgeschichte des
Christentums"): Was sollte die Kirche aus Ihrer Sicht als
Kirchenhistoriker tun, um sexuellem Missbrauch in Zukunft den Boden zu
entziehen?
Antwort: Nicht nur, um dem sexuellen Missbrauch den Boden zu entziehen,
denn der geistige ist oft noch viel schlimmer – sie sollte
verschwinden… http://hpd.de/node/9114
Rundbrief 2: KandidatINNEN / Vernetzung
LiebeR GleichgesinnteR,
es kommt nun Vieles in Bewegung!
Unser erster Schritt, die Ausgrenzung vom "Runden Tisch" zu
thematisieren und dagegen zu protestieren erhält breite
Zustimmung, und gewinnt an Gewicht. Wir werden sehen, ob sich der Druck
unserer gemeinsamem Anstrengung durchsetzt, oder absurderweise dort
tatsächlich allein die "Täterorganisationen" über die
Opfer urteilen und diese außen vor gelassen werden.
Kandidatenliste "Runder Tisch"
Als Kandidaten aus den Reihen der Opfer und Betroffenen haben sich bisher selbst gemeldet (alphabetisch nach Vornamen):
Angela Kreilinger (SHG Opfersolidarität)
Herbert Slezak (Verein Opferoffensive)
Michael Tfirst
Nominierungen (teilweise noch ohne Anfrage bzw. Zustimmung):
Horst Schreiber
Karoline Greimel
Rotraud Perner
Sepp Rothwangl
Thomas Bauer
Bitte fügen Sie diese Liste weitere Vorschläge hinzu und
senden Sie diese an sepp.rothwangl@drei.at. (Betreff: KandidatIN)
Sie wird dann sofort auf der Webseite veröffentlicht.
Nun unser zweiter Schritt:
Netzwerk für Er- und Überlebende Sexueller Misshandlungen und Gewalt.
In den letzten Wochen bilden sich bundesweit Organisationen, Vereine,
SHGs, Plattformen und Gruppen mit Anwälten und Beauftragten, die
sich anbieten für die Opfer, Betroffene und Überlebende
sexueller Misshandlungen durch die Kirche bzw. deren Mitarbeiter
einzutreten. Unser Ziel ist es, die Arbeiten dieser einzelnen
Einrichtungen, die von Opfergruppen initiiert sind (und nicht von der
Kirche, wie deren Ombudstellen) zu vernetzen und damit den
Informationsfluss zwischen diesen Gruppen zu erleichtern.
Domain-Name
Als ersten Ansatz, bzw. als Probelauf dieser Netzwerk-Zusammenarbeit
schlagen wir die gemeinsame Entscheidung für einen Namen der
Domain dieses Netzwerkes vor und bitten dafür um Ihre Mitarbeit,
Vorschläge und Auswahl.
Als Vorschläge liegen bisher vor (ohne Auswahl von .at, .com, .org etc, oder Anfrage, ob diese Domain schon vergeben ist):
BefreiDich.xxx, Seelenmord.xxx, UmHimmelsWillen.xxx,
Finger-weg.xxx, Haende-weg.xxx, mundtot.xxx, betroffenennetz.xxx,
opfernetz.xxx, wirsindbetroffen.xxx, keinOpferstigma.xxx
stigmafrei.xxx, erb-schuld-freieKinder.xxx, wir-offenbaren.xxx
Bitte mailen Sie uns ebenfalls darüber Vorschläge, über
die wir dann gemeinsam in einer online-Auswertung entscheiden werden an
sepp.rothwangl@drei.at (Betreff: Domain)
Als Anerkennung winkt für den Einsender der siegreichen Domain ein Buchpreis.
Bezüglich beider Themen wäre es schön, wenn wir uns
schon am Do., 1. April bei "Ein Scherz mit Herz" im Heinrich
(http://www.heinrich-programm.at/) informell austauschen könnten
(Wenn ich nicht wegen "POPENIFICS" einsitzen muss ;=)))
Siehe: http://www.calendersign.com/sMH/VAT.html
Webdesign
Wir bräuchten Hilfe beim Webdesign für Subscriberlisten, Online-Anstimmungen, Grafik, etc.
Wer also hier etwas beitragen möchte, bitte um Meldung.
Bis zum nächsten Mal
Ihr Sepp Rothwangl
"Der Maulwurf der Geschichte gräbt unauffällig". (Andrei Dmitrijewitsch Sacharow)
PS: Kennt jemand den Sternmull?
======================
Rundbrief 1 vom 25. 3. 2010
LiebeR GleichgesinnteR,
bitte verfolgen Sie von Zeit zu Zeit die aktualisierten Änderungen auf unserer Webseite. (http://www.calendersign.com/sMH/)
Wir werden dafür eine eigene Domain einrichten.
Als Titel unserer Gruppe wird vorgeschlagen: Agenda für Befreiung aus sexueller und religiöser Demagogie (ABSURD)
Unsere Organisationsform (Verein oder SHG), oder ob wir uns in andere Organisationen eingliedern, ist noch in Diskussion.
In diesem Zusammenhang dürfen wir öffentlich eine
Rechtsanwaltskanzlei nennen, die Bereitschaft hat, Opfer der sexuellen
Misshandlung und von schweren körperlichen Misshandlungen zu
beraten und zu vertreten: Dr. Vera Weld, Himmelpfortgasse 7, 1010
Wien, Tel. 0699 11503756 Email: weld@vera-weld.com
Frau Dr. Weld steht sowohl einer Sammelklage offen gegenüber, die
einem Ausgleich gleichkommt, wird aber auch eine Einzelklage
führen, um eine Grundsatzentscheidung herbeizuführen.
Sie wird in Bälde dazu das Muster eines Plädoyers erstellen.
Um die Mittel dafür aufzutreiben werden wir Sponsoren auftreiben.
Wir haben ein Orpheus- Zitat für unsere Arbeit übernommen:
"Kann ich die Oberen nicht beugen, so werde ich die Unterwelt bewegen".
Besondere Priorität, neben der Vernetzung der sich nun bildenden
Gruppen bildet die Teilnahme von Betroffenen am "Runden Tisch".
Dazu erstellen wir eine Kandidatenliste, aus der wir demokratisch die
Teilnehmer nach Maßgabe wählen werden. Bitte melden Sie sich
als Kandidat!
Im Zuge unserer Aktivitäten möchten wir unsere weiteren Ziele
und Prioritäten klarer formulieren und wir bitten Sie (und jedeN)
daran mitzuarbeiten.
Unsere Arbeit zielt nicht nur gegen die katholische Kirche, sondern
generell gegen jede Form von sexueller Misshandlung und seelischer
Manipulation, welche die Selbstbestimmung von Menschen behindert. Sie
richtet sich auch an davon Betroffene in anderen religiösen oder
weltanschaulichen Gruppen und Familien.
Die Aufarbeitung derzeitigen Fälle in der katholischen Kirche, die
sich als höchste moralische Instanz darstellt, wird ein Beispiel
für die Zukunft sein. Wenn dieses Beispiel in "Mauern" und
"Vertuschen" versandet, dann liefert es Rechtfertigung für
Misshandlungen auch innerhalb der Familien. Die jetzige Situation
bietet eine riesige Chance für eine Änderung, denn sexuelle
Fixierung ist keine Sünde, sondern erlerntes oder anerzogenes
Verhalten, erzeugt Leiden und ist behandlungsbedürftig.
Verdrängung oder Sublimierung der Sexualität macht
Körper und Psyche krank. Aus diesem Grund sprechen wir auch
besonders Betroffene aus dem Täterkreis an, da wir wissen, dass
sie einst auch Opfer waren und wollen Ihnen helfen aus dieser Spirale
auszusteigen. Bei Kontaktaufnahme mit unserer Anwältin besteht
anwaltliche Schweigepflicht.
Kurzfristige Ziele:
Teilnahme von Repräsentanten von Opfern sexueller Misshandlung am "Runden Tisch".
Aufbau einer Organisationsstruktur
Vernetzung mit anderen einschlägigen unabhängigen Organisationen, wie:
"Plattform Betroffener kirchlicher Gewalt" (www.betroffen.at)
Plattform um Herrn Michael Tfirst (http://michaeltfirst.blogspot.com/)
Weisser Ring (http://www.weisser-ring.at/index2.htm)
Selbsthilfe Vereine und Gruppen wie http://www.opferoffensive.com/, Opfersolidarität
sowie alle Gruppen, die wir erreichen oder sich bei uns melden.
Mittelfristige Ziele und Aktivitäten:
Hilfe für Betroffene sexueller Misshandlungen
Anträge zu Gesetzesänderungen für Aufhebung der
Verjährungsfrist und verpflichtende Anzeigepflicht für alle
Fälle sexueller oder sexualisierter seelischer Misshandlung
Hilfestellung zur Befreiung Aller, die durch Religionsgemeinschaften an ihrer Selbstbestimmung gehindert werden
Kunst- und Kulturveranstaltungen, Lesungen und Aktionen um auf die Anliegen Betroffener aufmerksam zu machen
Zusammenarbeit mit Medien
Sponsorensuche zur Finanzierung unserer Aktivitäten
Langfristige Ziele:
Aufbrechen der die Gesellschaft gefährdenden Verflechtung von Kirche und Staat
Aufhebung des Konkordats
Um die "Unterwelt", die Medien und die Öffentlichkeit zu
mobilisieren und auf unser Thema aufmerksam zu machen, planen wir
Aktionen, die wir gemeinsam mit Künstlern, Autoren und Musikern
durchführen wollen.
1. Aktion:
31. März 010: POPENOFIKS
Kardinal Schönborn will an diesem Tag einen Klage und
Bußgottesdienst gemeinsam mit Missbrauchsopfern abhalten
(http://stephanscom.at/termine/datum/2010-03-31/detail/500947)
Was an diesem und dem darauf folgenden Tag geschehen wird, möchten
wir noch nicht bekannt geben, aber es wird nicht nur das Wunder einer
Wandlung von Wein zu Blut und von Brot zu Fleisch stattfinden.
POPENOFIKS ist ein Anschlag auf das "Katholikenkreuz" am "Platz der Versöhnung" im Grazer Stadtpark
angeregt durch die Grazer Kunstaktion TOPONYMICS (http://www.clemenskrauss.com/html/press.htm)
2. Aktion:
1. April 2010 : Miss- und Mister Wahlen
Ein entspanntes, entkrampftes Treffen zur Vernetzung Betroffener,
Interessierter und Förderer (Kostüme oder Masken
erwünscht) unter dem Motto "Lachen ist die beste Medizin" und HH
(Humor heilt)
Wir wählen die "Miss BRAUCH" und den "ABtUSUS"
Ort (in Wien) und Uhrzeit der Veranstaltung werden wir rechtzeitig
bekannt geben und bitten noch um Vorschläge an calendersign@gmx.at
Ihr
Sepp Rothwangl
Agenda für Befreiung aus sexueller und religiöser Demagogie (ABSURD)
"Wer an Absurditäten glaubt, begeht Grausamkeiten." (Voltaire)