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Unser Trabant erreicht mit knapp 3500 km etwa ¼ des Durchmessers des Erde,
ist von ihr im Mittel 384.401 km entfernt und umläuft sie in 27.3 Tagen. Pro Tag legt der Mond
am Himmel dabei ca. 13.2° zurück und steigt deshalb
jeden Tag um durchschnittlich 53 Minuten später über den Horizont. Da sich während des
Mondumlaufs die Erde bei ihrer Bahn um die Sonne fortbewegt, braucht der Mond
noch etwa 2 zusätzliche Tage, um von uns aus gesehen wieder die selbe Stellung
relativ zur Sonne
(Mondphase) zu erreichen. Der mittlere zeitliche Abstand von einem Vollmond zum
nächsten, ein synodischer Monat oder Mondmonat, dauert daher 29,53 Tage.
Während seines Umlaufs um die
Erde dreht sich unser Begleiter zugleich auch einmal um die eigene Achse und zeigt
uns deshalb immer dasselbe Antlitz (gebundene Rotation). Die Dauer eines Sonnentags beträgt
dabei auf dem Mond fast 15 Erdentage. Seine Bahn ist zur Ekliptik um etwa 5°
geneigt und schneidet diese in zwei Punkten, dem ab- bzw. aufsteigenden
Mondknoten. Nur wenn sich der Voll- oder Neumond in der Nähe eines dieser Knoten
befindet (alle 173 Tage), kann es eine Sonnenfinsternis (bei Neumond) oder eine
Mondfinsternis (bei Vollmond) geben. Da die Mondbahn (so wie bei der Erdachse) sich in der Art eines
Kreisels bewegt ("präzediert"), treten Finsternisserien im Rhythmus von 223 Mondmonaten
(6.585 Tage), dem so genannten Saros-
Zyklus auf. Dieser Zyklus war schon in der Antike bekannt.
Der Mond hat etwa ¼ des Durchmessers der Erde aber nur ungefähr 1/81 ihrer
Masse und kein starkes Magnetfeld. Das Gestein der Mondoberfläche schätzt man
auf ein Alter von 3 - 4 Mia. Jahre, was den Wert für das älteste Gestein der Erdoberfläche immerhin um 1
Mia. Jahre übertrifft. Da unser Begleiter keine schützende Atmosphäre hat
und daher kaum Erosion auftritt, ist seine Oberfläche von Meteoritenkratern
übersät. Noch immer umstritten ist die Geschichte seiner Entstehung: Ist er zugleich
mit der Erde oder später aus ihr gebildet? Hat ihn die Erde eingefangen? Oder ist er, was heute als wahrscheinlichste Ursache angenommen
wird, aus der Erde durch den Treffer eines großen Himmelkörpers
herausgeschlagen worden?
Der Mond ist der erste Himmelskörper außer der Erde, den je ein Mensch betreten
hat. Neil Armstrong vom Raumschiff Apollo 11 setzte am 20. Juli 1969 mit den
Worten „That's one small step for man - one giant leap for mankind” (Das ist
ein kleiner Schritt für einen Menschen – ein großer Sprung für die
Menschheit“) als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond.
Der Mond dürfte den Menschen seit jeher wegen seiner leicht zu beobachtenden
Phasen als Zeitgeber gedient haben. Zahlreiche Kultbauten aus vorgeschichtlicher
Zeit, die nach Sonne und/oder Mond orientiert sind (z.B. Stonehenge im Süden Englands) zeugen davon. Die griechische
Göttin des Mondes war Selene, in späterer Zeit übernahm die Göttin der Jagd, Artemis, einige
ihrer Funktionen. Selenes römische Entsprechung waren Luna und Diana. Im Christentum wurde ihre Stellung zum Teil von der Jungfrau Maria eingenommen.
Da eine Mondperiode etwa ebenso lange dauert wie die periodischen Vorgänge im weiblichen Geschlechtsleben, wurde in der Antike alles
körperliche Leben der Menschen und Tiere vor allem mit dem Mond in Verbindung gebracht.
Im Mythos befanden sich die jungfräulichen bzw. nichtschwangeren Frauen im Gefolge und dem Schutz der Gottheit des Mondes. Das Bild
zeigt Selene als Frau mit einer Mondsichel auf dem Kopf, umgeben von sieben Sternen, mit denen eventuell die Plejaden gemeint sein
könnten. Umrahmt wird das Bild von einer Darstellung des Tierkreises. Die Periode von
2 !/2 Mondmonaten teilt das Normaljahr in 5
gleiche Teile (73 x 5 = 365), was sich im Märchen von Hase und Igel, wie auch in den Symbolen des steirischen Mandlkalenders
und der Anordnung der Marienfeiertage wiederspiegelt. 73 mal läuft nämlich
der Mondhase ehe ihm das Blut aus dem Hals läuft, womit wahrscheinlich eine Mondfinsternis märchenhaft verewigt ist. Der Hase als Mondsymbol zieht sich
durch viele weltweite Mythen und Bräuche. Er findet sich als erster
Frühlingsvollmond auch im Osterhasen wieder. Im nordischen Raum wird der Mond unter anderem durch den
Firniswolf, durch Trolle und durch viele Figuren von Märchen wie etwa der Wolf und die
sieben Geißlein oder das Rotkäppchen repräsentiert. Den genannten
Märchen und auch der Geschichte vom Dornröschen liegen Himmelsläufe, Finsternisse und
Kalenderperioden zu Grunde.
Der Montag ( engl. Monday, ital. lunedi) ist der dem Mond gewidmete Wochentag.



