Event-Seite von CALENdeRsign
Kurzbericht der traditionellen morgendlichen Wanderung
zum Aufgang der Wintersonne am Teufelstein bei Fischbach
am So., 23. Dez. 007
Treffpunkt war um 6 Uhr morgens beim Parkplatz am Zellerkreuz, gelegen an der L114 ca. 2
km von Fischbach Richtung Kindberg oder vom Mürztal kommend ca. 4
km nach dem Schanzsattel.
Beim fahlen Licht des untergehenden Mondes wanderten wir mit Stirn-und Taschenlampen den ca. 3 km langen Weg hinauf zum Teufelstein.


Langsam gehts immer weiter nach oben
und im ersten Grau des Morgenhimmels erscheint die Morgenröte.
und im ersten Grau des Morgenhimmels erscheint die Morgenröte.

Endlich! Der Teufelstein ist in Sicht,
bereits umringt von einer riesigen Menge begeisterter Teufelsteinfreunde
bereits umringt von einer riesigen Menge begeisterter Teufelsteinfreunde


Zwischen den Wanderern scheint der entlang der planen Wand des Teufelsteins
untergehende Vollmond durch.

Genau gegenüber im Südosten kündet die immer stärker werdende Morgenröte
den Aufgang der Wintersonne an ihrem südlichsten Punkt am Horizontort an.
Die Teufelsteinwand ist auf diesen Horizontpunkt ausgerichtet,
wie auch in mythischer Weise die Teufelsteinsage berichtet.

Der Fischbacher Tourismus versorgte die Wanderer mit warmen Getränken und kräftigendem Sterz.
Herzlichen Dank dafür!


Der Vollmond geht genau an der Spitze des Rauschkogels unter.
Eindrucksvoll bestätigen sich für alle sichtbar die Ergebnisse des Teufelstein-Symposium
und die jüngst erschienene Publikation von Simon Rothwangl:
Die plane Teufelsteinwand peilt genau das Mondextrem (major lunar standstill) an,
wo es wegen der Präzession vor ca. 5000 Jahren war.

Der bekannte Schauspieler Christian Ghera hatte zugesagt die originale Teufelsteinsage von Peter Rosegger in steirischer Mundart vorzutragen, war aber leider kurz zuvor erkrankt. Sepp Rothwangl sprang kurzfristig ein versuchte sich als Vortragender in steiricher Mundart.
Hier das originale Gedicht von Rosegger:
Da Tuifelstoan
Und weils d heunt schon auf d Olma gehst,
Mih lustads selba schier,
Und du so gern an Führa häst,
So geh ich holt mit dir.
Ich führ dih heunt zan Tuifelstoan,
Geh moch di nit gor zschwar;
Und daß uns wird die Zeit nit long,
Dazähl ich dir a Mahr.
Du host doh gwiß von Engl ghört
Den Gott da Herr vajogt;
Däs hot uns in da erstn Klaß
Da Katiket scha gsogt.
Da Engel woar a Zwiderlin,
Hot ghobt auf Gott an Pik,
Hot schrian: Mir wölln koan Kini nit,
Mir wölln a Republik!
Und fongt a Gschall, a Gspusi on
Und mocht a schiachs Getöß,
Und führt in Himel unscheniert,
Mit Gott, dem Herrn, Prozeß.
Gott Voda nimt a tüchtgi Pris:
”Ich glaub, s is Revoluzion!
Geh, Michl, geh, und jeik ma gleih
Den Kerl weg vom Thron!”
Ih sog da s, a Krawal war däs
Mit Sabl, Spiaß und Spurn,
Und Luzifer, da Zwiderlin,
Hot endlih d Schlacht valurn.
Und weils de Massa Prügel regnt,
So fluigt er von da Stell
Und tamisch über Kopf und Loch
Bis obi tiaf in d Höll.
Er mocht a Roas durchs neugi Lond,
Und krotzt sih hinta d Ohrn.
”Zan Tuifel!” sogt er, ”ich glaub gor,
Hiazt bin ih Tuifel worn.
Und Feur und Rach und ollweil Rach,
Du hörst, däs bringt mih um:
Is däs a Pech, na meina Seel,
A so was is ma zdum!”
Und tausend Johr, zwoa tausend Johr
Sein sid der Zeit vorbei;
Da Tuifel holt’t nit länger aus
De schiachi Sauerei;
Er stellt si vor die Himelsthür:
”Is Gott der Herr heunt z Haus?”
”O je, er sitzt ban Fruastuck noh,
Do kimt er grod heraus.”
”Bei meina Treu, do kimt er jo:
Schamstr Diena, gnädga Herr!
Bitte, lossn sih nit störn!”
”Ei, ei wos will den Der?”
”Holtn z Gnodn, bin so frei
Kena mih nit mehr?
Daß mir zwoa do per Du san gwest,
Is freilih scha long her.
Es woar nur zwegn a Kloanigkeit,
Daß mir uns selm hobn ztrogn:
Ich mochs jo guot und bitt Enk schön,
Won ich s holt därfad wogn:
Do untn holts ka Tuifel aus,
Vul siadend Pech und Horz;
Und denkns eahna, so a Rach!
Ich bin scha gonz kuhlschworz!”
”Hiazt hör er mol, Er Luzifar!
Er kon die Höll nur erbn;
Er hot bei Putz und Stingl wölln
Mei Himelreich vaderbn.
Und woaß Ers noh, Er folschas Ding,
Wiar er in Paradies
Die guate Eva hot vaführt,
Daß sie in Opfl biß!
Ih hob mirs selba gschwurn,
Ih mog dih neamamehr,
Und dennah gibts a Mittel noh,
Daß du kunnnst kema her:
In da Christnocht, won a Glöckl klingt
Zur Wondlung, s erstimol,
So bau auf Erdn gschwind an Thurm,
Noh vor den zweitn Scholl.
Und host du, bis des Priasters Hond
Erhebt des Kelches Wein,
Den Thurm erbaut zum Himelssool
So bist du wieda mein!”
Da Tuifel moant: ”In zwa Minutn
A so an Bau aufführn,
Und bis zan Himel, is a Kunst,
Und doh, ih wills probirn.”
Es kimt die Christnocht, kimt die Stund,
In Tuifel wird’s scha zbraun:
”Ei, gor nix Bauerei studiert,
Und hiazt auf oamol baun!”
A Kraxn, so zan Stoana trogn
Is freilih d netta gmocht;
Er suacht sih aus n höchstn Berg,
Und luagt di holbi Nocht.
Hiazt - hörst es nit? Von Dörfl rauf,
Wias Glöckl klingt und klingt?
Da Tuifl foßt an Riesenstoan,
Und noh oan drauf, und springt.
Und listi, wia da Tuifel, suacht
Die höchsti Spitz er aus;
Scha lign drei Stoaner aufanond,
An iada wiar a Haus.
Hiazt will er schon in viertn hebn
Und klewa, daß er n schwingt -
Maleer! Do bricht die Kraxn zsom,
Und lous - das Glöckl klingt.
” Ah däs is scha zan Teufelhuln!”
Vapfuscht, die Zeit is aus.
Er fohrt in d Höll, und sid da Zeit
Kimmt er nit mehr heraus, -
Ei, schau, wia doh die Zeit vageht
Van Plaudern so und so!
Woarn grod noh untn do in Grobm,
Und hiazt - hiazt sein ma do.
Du, schau amol de Stoaner on!
Gelt Bua, sein just nit kloan!
Den Haufn hot da Tuifel baut,
Drum hoast er - Tuifelstoan.
Und weils d heunt schon auf d Olma gehst,
Mih lustads selba schier,
Und du so gern an Führa häst,
So geh ich holt mit dir.
Ich führ dih heunt zan Tuifelstoan,
Geh moch di nit gor zschwar;
Und daß uns wird die Zeit nit long,
Dazähl ich dir a Mahr.
Du host doh gwiß von Engl ghört
Den Gott da Herr vajogt;
Däs hot uns in da erstn Klaß
Da Katiket scha gsogt.
Da Engel woar a Zwiderlin,
Hot ghobt auf Gott an Pik,
Hot schrian: Mir wölln koan Kini nit,
Mir wölln a Republik!
Und fongt a Gschall, a Gspusi on
Und mocht a schiachs Getöß,
Und führt in Himel unscheniert,
Mit Gott, dem Herrn, Prozeß.
Gott Voda nimt a tüchtgi Pris:
”Ich glaub, s is Revoluzion!
Geh, Michl, geh, und jeik ma gleih
Den Kerl weg vom Thron!”
Ih sog da s, a Krawal war däs
Mit Sabl, Spiaß und Spurn,
Und Luzifer, da Zwiderlin,
Hot endlih d Schlacht valurn.
Und weils de Massa Prügel regnt,
So fluigt er von da Stell
Und tamisch über Kopf und Loch
Bis obi tiaf in d Höll.
Er mocht a Roas durchs neugi Lond,
Und krotzt sih hinta d Ohrn.
”Zan Tuifel!” sogt er, ”ich glaub gor,
Hiazt bin ih Tuifel worn.
Und Feur und Rach und ollweil Rach,
Du hörst, däs bringt mih um:
Is däs a Pech, na meina Seel,
A so was is ma zdum!”
Und tausend Johr, zwoa tausend Johr
Sein sid der Zeit vorbei;
Da Tuifel holt’t nit länger aus
De schiachi Sauerei;
Er stellt si vor die Himelsthür:
”Is Gott der Herr heunt z Haus?”
”O je, er sitzt ban Fruastuck noh,
Do kimt er grod heraus.”
”Bei meina Treu, do kimt er jo:
Schamstr Diena, gnädga Herr!
Bitte, lossn sih nit störn!”
”Ei, ei wos will den Der?”
”Holtn z Gnodn, bin so frei
Kena mih nit mehr?
Daß mir zwoa do per Du san gwest,
Is freilih scha long her.
Es woar nur zwegn a Kloanigkeit,
Daß mir uns selm hobn ztrogn:
Ich mochs jo guot und bitt Enk schön,
Won ich s holt därfad wogn:
Do untn holts ka Tuifel aus,
Vul siadend Pech und Horz;
Und denkns eahna, so a Rach!
Ich bin scha gonz kuhlschworz!”
”Hiazt hör er mol, Er Luzifar!
Er kon die Höll nur erbn;
Er hot bei Putz und Stingl wölln
Mei Himelreich vaderbn.
Und woaß Ers noh, Er folschas Ding,
Wiar er in Paradies
Die guate Eva hot vaführt,
Daß sie in Opfl biß!
Ih hob mirs selba gschwurn,
Ih mog dih neamamehr,
Und dennah gibts a Mittel noh,
Daß du kunnnst kema her:
In da Christnocht, won a Glöckl klingt
Zur Wondlung, s erstimol,
So bau auf Erdn gschwind an Thurm,
Noh vor den zweitn Scholl.
Und host du, bis des Priasters Hond
Erhebt des Kelches Wein,
Den Thurm erbaut zum Himelssool
So bist du wieda mein!”
Da Tuifel moant: ”In zwa Minutn
A so an Bau aufführn,
Und bis zan Himel, is a Kunst,
Und doh, ih wills probirn.”
Es kimt die Christnocht, kimt die Stund,
In Tuifel wird’s scha zbraun:
”Ei, gor nix Bauerei studiert,
Und hiazt auf oamol baun!”
A Kraxn, so zan Stoana trogn
Is freilih d netta gmocht;
Er suacht sih aus n höchstn Berg,
Und luagt di holbi Nocht.
Hiazt - hörst es nit? Von Dörfl rauf,
Wias Glöckl klingt und klingt?
Da Tuifl foßt an Riesenstoan,
Und noh oan drauf, und springt.
Und listi, wia da Tuifel, suacht
Die höchsti Spitz er aus;
Scha lign drei Stoaner aufanond,
An iada wiar a Haus.
Hiazt will er schon in viertn hebn
Und klewa, daß er n schwingt -
Maleer! Do bricht die Kraxn zsom,
Und lous - das Glöckl klingt.
” Ah däs is scha zan Teufelhuln!”
Vapfuscht, die Zeit is aus.
Er fohrt in d Höll, und sid da Zeit
Kimmt er nit mehr heraus, -
Ei, schau, wia doh die Zeit vageht
Van Plaudern so und so!
Woarn grod noh untn do in Grobm,
Und hiazt - hiazt sein ma do.
Du, schau amol de Stoaner on!
Gelt Bua, sein just nit kloan!
Den Haufn hot da Tuifel baut,
Drum hoast er - Tuifelstoan.
Ein Klarinettenensemble sorgte für musikalische Umrahmung.
Die Organisatoren freuten sich über zahlreiche Teilnahme bei diesem stimmungsvollen Ereignis.
Die Organisatoren freuten sich über zahlreiche Teilnahme bei diesem stimmungsvollen Ereignis.
Nach dem Heimweg zurück zum Parkplatz gabs noch ein geselliges Frühstück im Gasthof Schanz.

Für Besucher die eigens zum Teufelsteinereignis sogar aus Austin/Texas angereist waren, gabs noch einen Abstecher zum Planetenweg "Himmel auf Erden" in Rettenegg

Auch die Erde im dortigen Planeten-Modell war eingehüllt durch zauberhafte Schneekristalle

Ein wunderbares Wintersonnwenderlebnis ließ das alte Jahr ausklingen und leitete das neue ein.
Wir wünschen für alle Tage darin Glück und Zufriedenheit.
Wir wünschen für alle Tage darin Glück und Zufriedenheit.


